Anstiftung zum utopischen Denken: Digitale Nomaden

In dem ersten Kapitel des Sachbuchs „Morgen weiß ich mehr. Intelligenter lernen und arbeiten nach der digitalen Revolution“ geht es um Zukunftsvisionen und Utopien. Ein Beispiel ist die Vision des nomadischen Arbeitens, die schon in den 1960iger Jahren bei dem kanadischen Medientheoretiker Marshall McLuhan zu finden ist.

Der Traum vom Reisen und ortsunabhängigen Arbeiten ist längst nicht mehr nur ein Traum – immer mehr Menschen leben ihn: Mit Rucksack und Laptop um die Welt. Die Metapher des modernen Nomaden geistert allerdings schon recht lange durch die Fachliteratur; bereits in den 1960iger Jahren skizzierte der kanadische Medientheoretiker Marshall McLuhan in seinen Büchern künftige mobile Arbeitnehmer, die fast permanent weltweit unterwegs sind und kein Zuhause mehr brauchen.

Damals wäre der digitale Nomade eher ein Astronaut gewesen, was das ganze Equipment anbelangt, was man hätte mit sich rumtragen müssen, um ein mobiles Büro mit sich zu führen. Erst heute erleben wir die schlanke digitale Version von dieser Utopie: So gibt es heute ultradünne und extrem leichte Laptops, die locker in jede etwas größere Tasche hineinpassen.

Wenn Utopien zur Realität werden

Digitale Medien wie Laptop und Smartphone ermöglichen uns das ortsunabhängige Arbeiten. Und neben Einzelpersonen, die als digitale Nomaden ihren Lebensunterhalt bestreiten und weltweit unterwegs sind, gibt es auch immer mehr Organisationen, die nomadische Elemente aufweisen.

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In unserem "Morgen weiß ich mehr"-Newsletter erhalten Kopfarbeiter und Kreative regelmäßig hochwertige Impulse zu der Frage, wie der digitale Wandel dazu genutzt werden kann, intelligenter zu lernen und zu arbeiten. Den Anfang macht ein kostenfreies E-Book mit 50 praktischen Impulsen.

Manches, das am Morgen noch Utopie gewesen ist, ist zu Mittag bereits Science-fiction und am Abend schon Wirklichkeit. — Jerry Lewis (*1926), amerikanischer Filmkomiker

Ein Beispiel für eine solche Organisation ist das „virtuelle Unternehmen“ Strandschicht. Dieses Unternehmen verfügt nicht mehr über ein zentrales Büro, sondern hat sich stattdessen dazu entschieden in einer Co-Working 2.0 Atmosphäre zu arbeiten. Stellen Sie sich einfach vor, Sie hätten selber so ein Unternehmen gegründet: Alles, was sie zunächst brauchen, ist ein Laptop, ein Smartphone, die passende Büro-Software und eine Cloud, in der Sie alle digitalen Dokumente ablegen können, die für die geschäftliche Abwicklung Ihres Unternehmens von Relevanz sind. Strandschicht bietet beispielsweise „virtuelle Assistenten“ an.

Wir haben diesen Dienst im Rahmen unseres Buch-Projekts „Morgen weiß ich mehr. Intelligenter lernen und arbeiten nach der digitalen Revolution“ bereits selber ausprobiert und können diesen Dienst durchaus empfehlen! „Virtuell“ bezieht sich dabei auf die Möglichkeit, weltweit Aufträge zu bearbeiten, die mit digitalen Dienstleistungen wie etwa Online-Recherche, Online-Marketing und Kommunikation in sozialen Medien, zusammenhängen.

Und für derartige Dienste braucht ein solches Unternehmen wie Strandschicht auch keinen festen Firmensitz mehr. Es kann ähnlich flexibel agieren wie ein digitaler Nomade, der von überall aus arbeitet, mit dem einzigen Unterschied, dass wir es hier mit einem flexibel agierenden Unternehmen zu tun haben, das einzelne Arbeitsaufträge auf verschiedene Personen verteilt, die von den Geschäftsführern und deren Assistenten koordiniert werden.

Einziger Minuspunkt: Die Unternehmensform hängt sicherlich von der Größe ab. Eine „virtuelle Organisationsform“ wie die von Strandschicht ist eher etwas für kleinere agile Organisationen, die digitale Dienstleistungen anbieten wollen.

Interaktive Grafik zu den Auswirkungen des nomadischen Lebensstils

In der interaktiven Grafik, die den Aufhänger zu diesem Beitrag bildet (hergestellt mit ThingLink), haben wir Ihnen weitere Links beigefügt, die mit dem Thema Digitale Nomaden und Flexibilisierung der Arbeitswelt zusammenhängen. Es geht um frühe Visionen zum nomadischen Arbeiten, um die Frage, was man beachten muss, wenn man selber als digitaler Nomade arbeiten und leben will, und um den Einfluss, den ein derartiges Arbeitskonzept auf Wirtschaft und Gesellschaft ausübt.

Deine Zeit ist begrenzt und deshalb solltest du sie nicht darauf verschwenden, das Leben eines anderen zu leben. Lass dich nicht von einem Dogma festhalten – mit den Ergebnissen Gedanken anderer leben zu müssen. Lass nicht den Lärm anderer Meinung deine innere Stimme verstummen. Und vor allem, hab den Mut deinem Herzen und deiner Intuition zu folgen. Die wissen nämlich irgendwie bereits, was du tatsächlich werden willst. Alles andere ist zweitrangig. — Steve Jobs’ Stanford Commencement Address, 2005

So wird etwa in dem Dokumentarfilm „Mein wunderbarer Arbeitsplatz“ beschrieben, welche Zusammenhänge zwischen der digitalen Entwicklung und der Veränderung der modernen Arbeitswelt bestehen (siehe dazu auch den beigefügten Video-Beitrag oben). Starre Zeitstrukturen und Anwesenheitspflicht werden immer häufiger in Frage gestellt. Was in Zukunft sicherlich in vielen Organisationen mehr zählen wird, sind die Ergebnisse. Das bedeutet, dass Menschen, die mit Kopf und Computer arbeiten, beispielsweise auch mehr von zu Hause aus arbeiten können und damit über mehr Möglichkeiten in der Gestaltung ihrer Arbeit verfügen — auch als Festangestellte  vorausgesetzt die Selbstorganisation stimmt.

Schließlich geht es auf gesellschaftlicher Ebene um die Frage, wie sich die Rahmenbedingungen von Arbeit in Zukunft verändern sollten, damit wir mehr zu einer Innovationsgesellschaft werden: auch hier zählen vor allem Ideen und Ergebnisse und wesentlich weniger starre Zeitstrukturen und Anwesenheitspflicht.

In den nächsten Wochen werden wir uns im Rahmen der Buchpublikation „Morgen weiß ich mehr. Intelligenter lernen und arbeiten nach der digitalen Revolution“ näher mit Zukunftsvisionen und Utopien beschäftigen, die mit der digitalen Entwicklung zusammenhängen und die zum Teil schon heute Realität sind. So können Sie sich beispielsweise auf ein Interview mit den beiden Filmemachern Thorsten Kolsch und Tim Jonischkat freuen, die zwei Dokumentarfilme zum Leben von digitalen Nomaden realisiert haben: „Digitale Nomaden. Deutschland zieht aus“ und „Digitale Nomaden 2 — Deutschland meldet sich ab“.

Wollen auch Sie in Zukunft intelligenter lernen und arbeiten?

Sie wollen wissen, wie Sie in Zukunft intelligenter lernen und arbeiten können und wie Utopien Ihnen dabei helfen, die Gestaltung Ihrer Arbeit aus einer anderen Perspektive zu betrachten? Dann sollten Sie unbedingt auch den Video-Kanal zu unserem Sachbuch „Morgen weiß ich mehr“ kostenfrei abonnieren. In den nächsten Monaten folgen nämlich noch zahlreiche Impulse und Interviews mit außergewöhnlichen Persönlichkeiten in diesem Kanal, etwa ein Skype-Interview mit dem Berliner Journalisten und Bestseller-Autoren Markus Albers zur Zukunft der Arbeit.

Video-Kanal kostenlos abonnieren: https://www.youtube.com/channel/UCpeZncNtJnRhM8npO0uy3Yw

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Marcus Klug

Marcus Klug, geboren 1977, ist Redner, Blogger und Autor. Neben seiner Tätigkeit als Blogger und Formatentwickler für das Dialog- und Transferzentrum Demenz (DZD) an der Universität Witten/Herdecke hat er bereits vor über zwei Jahren damit begonnen, zusammen mit Michael Lindner das Sachbuch „Morgen weiß ich mehr. Intelligenter lernen und arbeiten nach der digitalen Revolution“ zu schreiben, welches im März 2017 zum Buch des Monats erkoren wurde. Das Sachbuch bildet die Basis zu einem eigenen Expertenprogramm als Speaker: „Wissensabenteuer für die digitale Zukunft“. Mehr Infos unter: www.marcusklug.de.

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