Literaturverwaltung mit Zotero

Irgendwann kommt man nicht mehr darum herum, sei es für eine Abschlussarbeit, ein Exposee oder einen wissenschaftlichen Artikel. Ab einem gewissen Umfang von verwendeter Literatur wird ein Literaturverwaltungsprogramm notwendig. Vor einigen Jahren war es noch recht schwierig gute, kostenlose Literaturverwaltungsprogramme zu bekommen. Das hat sich mittlerweile geändert: Mit Zotero wird Literaturverwaltung sehr einfach und intuitiv.

Zotero ist ein Plug-In für Firefox und lässt sich deshalb einfach über die Erweiterungsfunktion des Browsers installieren. Die Installation ist kinderleicht, nachdem man auf den Installationsknopf gedrückt hat, wird das Add-On zum Browser hinzugefügt, Neustart von Firefox und los gehts! Zotero lässt sich im Menü „Extras“ von Firefox aufrufen. Die aktuelle Bibliothek wird in der unteren  Hälfte des Browsers angezeigt.

Bücher, Aufsätze oder Seiten lassen sich sehr einfach zur Bibliothek hinzufügen. In der Adressleiste von Firefox gibt es nach der Installation ein Symbol für Zotero (ein kleines Buch), das auftaucht, sobald man mit dem Browser eine Seite mit bibliographischen Informationen aufruft. Auf dem Bild sieht man, wie das bei Amazon aussieht, genauso gut funktioniert das mit den OPACs der Universitätsbibliotheken.

Die bibliographischen Informationen werden nach dem Klick auf das Buchsymbol in der Zoterobibliothek abgespeichert und man kann dann die Einträge ansehen, editieren, in Gruppen und Bibliotheken ordnen und exportieren.

Eine einfaches Literaturverzeichnis aus einer bestehenden Zoterobibliothek kann man darauf folgend mit einem Rechtsklick erstellen. Man markiert einfach die Elemente, die in der Bibliographie vorkommen sollen und gelangt dann mit einem Klick der rechten Maustaste in ein Kontextmenü, mit dem man die gewünschte Liste erzeugen kann. Auf dem nächsten Bild habe ich das mal ausprobiert. Ich habe eine kleine Sammlung aus drei Büchern in Zotero erstellt. Zunächst markiere ich die Bücher und wähle dann im Kontextmenü den Eintrag „Literaturverzeichnis aus den ausgewählten Einträgen erstellen“.

Danach kann ich auswählen, welchen Dokumententyp ich möchte (html, rtf), und vor allem kann ich in dem Dialog den Zitierstil auswählen, also Harvard, Chicago usw. Auf diese Weise kann man recht schnell Literaturverzeichnisse aus der Sammlung erstellen, die man in Webseiten oder Textdokumenten einsetzen kann.

Richtig interessant ist eine Literaturauswertung natürlich nur im Zusammenspiel mit einer Textverarbeitung. Im nächsten Artikel zu Zotero erkläre ich deshalb das Zusammenarbeit von Zotero und Open Office und wie man Daten aus anderen Literaturverwaltungsprogrammen  importiert.

Text: Michael Lindner

Michael Lindner

Dr. Michael Lindner ist Dozent für die Themen Selbstmanagement, Informationsmanagement und Wirtschaftsethik und Corporate Social Responsibility. Er gibt Workshops und Seminare und unterstützt Unternehmen, Organisationen und Einzelpersonen in Fragen der Selbstorganisation und dem effizienten Umgang mit dem Web 2.0. Treten Sie mit Michael Lindner in Kontakt. Sie interessieren sich für einzelne Seminarangebote? Hier geht es zu den Seminarangeboten. →

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