Intelligenter lernen und arbeiten: Blog und Prozesstagebuch

Digitalistbesser.org bildet als Blog eine Ergänzung zu der Veröffentlichung des Sachbuchs Morgen weiß ich mehr. Intelligenter lernen und arbeiten nach der digitalen Revolution von Marcus Klug und Michael Lindner, welches zum „Buch des Monats“ März 2017 gekürt wurde. Dazu gibt es auch einen Newsletter. Hier geht es zum Prozesstagebuch: Bis zu der zweiten erweiterten Auflage Anfang 2018 schreiben Klug und Lindner über ihr Abenteuer Digitale Zukunft: der Weg zum Experten. Auslotung und Reflexion von digitalen Möglichkeiten in der Bewegung eines eigenen Produkts, die früher nur größeren Organisationen vorbehalten waren.

Marcus Klug schreibt über seine Erfahrungen: 23. März 2017

Seit Ende Februar 2017 ist das Sachbuch Morgen weiß ich mehr. Intelligenter lernen und arbeiten nach der digitalen Revolution im Handel erhältlich und seit März 2017 kann man neben der Paperback- und Hardcover-Ausgabe auch das E-Book-Format kaufen.

Wir haben uns vor über zwei Jahren (Michael Lindner und meine Wenigkeit) dazu entschlossen, ein derartiges Buch zu schreiben. Dafür haben wir Hunderte von Fachartikeln und Studien ausgewertet, zahlreiche Interviews mit Entrepreneuren, Forschern, Journalisten, Designern, Beratern und Managern geführt, sowie einzelne praktische Experimente mit digitalen Werkzeugen in den Bereichen „Smarte Geschäftsmodelle“ „Weiterbildung im Internet“, „Digitale Wissensprodukte“, „Agiles Projektmanagement“ und „Online-Marketing“ durchgeführt.

Das Sachbuch mit integrierten Videos, welches als E-Book, Paperback und Hardcover erhältlich ist, richtet sich insbesondere an Kopfarbeiter und Kreative, die sich fragen, wie sich Bildung und Arbeit durch die Digitalisierung verändern. Welche größeren gesellschaftlichen Veränderungen sich abzeichnen, und welche neuen Möglichkeiten sich im Internet auftun, jenseits von klassischen Karrierepfaden eigene Ideen und Wissensprodukte wie unter anderem E-Books, Online-Trainings und Video-Kurse zu realisieren. Dabei wurde das Buch bereits im Vorfeld erfolgreich über eine Crowdfunding-Kampagne auf Startnext finanziert.

Ich bin mittlerweile fest davon überzeugt, dass es möglich ist, sich neben einer Anstellung oder als Selbständiger, vor allem als Person, die viel mit Kopf und Computer arbeitet, ein eigenes Online-Business aufzubauen. Von all den Menschen, die am Schreibtisch arbeiten, gibt es wiederum sehr viele, die auch gerne Wissen vermitteln und die mindestens in einem Fachbereich auch über eine Expertise verfügen bzw. in bestimmten Interessengebieten.

Newsletter: Morgen weiß ich mehr

In unserem "Morgen weiß ich mehr"-Newsletter erhalten Kopfarbeiter und Kreative regelmäßig hochwertige Impulse zu der Frage, wie der digitale Wandel dazu genutzt werden kann, intelligenter zu lernen und zu arbeiten. Den Anfang macht ein kostenfreies E-Book mit 50 praktischen Impulsen.

Vor zwei Jahren, als wir damit begonnen haben, unser Sachbuch zu schreiben, war mir das allerdings noch nicht so bewusst wie heute. Auch ich arbeite als Angestellter in Teilzeit an einem Forschungsinstitut als Online-Redakteur und Format-Entwickler (Blogs, Web-Videos, Podcasts und Online-Trainings) und bin außerdem noch als Selbständiger unterwegs, und zwar als Redner und Autor. Dabei möchte ich in zwei Jahren wahrscheinlich ganz in die Selbständigkeit wechseln, und zwar als Speaker mit einem eigenen Experten-Programm zum Thema „Intelligenter lernen und arbeiten im digitalen Zeitalter“.

Die digitalen Möglichkeiten, die uns heute als Kopfarbeiter und Kreative in der Entwicklung und Umsetzung von eigenen Produkten offen stehen, waren früher nur größeren Unternehmen vorbehalten. Michael Lindner und meine Wenigkeit loten diese Möglichkeiten in der Form des Sachbuchs Morgen weiß ich mehr bis zu der zweiten erweiterten Auflage Anfang 2018 gerade gezielter aus und möchten in diesem Prozesstagebuch auch andere Menschen genauer darüber informieren, wie sie diese Möglichkeiten für sich nutzen können, wenn sie selber gerne eigene Wissensprodukte wie unter anderem E-Books, Video-Kurse und Online-Trainings entwickeln und umsetzen wollen.

Warum ein professioneller Verlag heute nicht mehr unbedingt notwendig ist

Früher brauchte man einen größeren Verlag für die Produktion und den Vertrieb eines Buches. Heute sieht das aber dank des Internets schon ganz anders aus. Sie können die Kosten zu einem Buch über eine Crowdfunding-Kampagne vorfinanzieren, etwa über Startnext. Und während des Schreibens können Sie auf Google Docs zurückgreifen und das Projekt-Management mit der Erfassung von einzelnen Aufgaben und zeitlichen Vorgaben beispielsweise über so ein einfaches Werkzeug wie Asana abwickeln, wenn Sie im Team arbeiten wollen, so wie wir das im Falle unseres Sachbuchs auch getan haben. Schließlich können Sie Teile jener Arbeit, die früher ein Verlag für Sie erledigt hätte, etwa den Vertrieb und die Pressearbeit, auch über solche Dienstleister wie tredition realisieren.

Für die Erstellung eines professionellen Covers suchen Sie sich wiederum einen Designer, etwa über 99designs. Für das Lektorat Ihres Buches gibt es wiederum im Netz zahlreiche Plattformen, die solche Dienste anbieten. Hier ein Beispiel. Auch das Anlegen einer professionellen Vorlage für Ihr künftiges Buch brauchen Sie nicht unbedingt selber erledigen; das lässt sich nämlich durch externe Vorlagen vom Aufwand stark reduzieren. Hier ein Beispiel. Und selbst die Produktion eines Trailers zu Ihrem Buch, die Unterstützung beim Marketing oder das Finden von Testlesern lassen sich über das Internet relativ einfach organisieren.

Das ist heute vergleichsweise günstig, dazu brauchen Sie längst keine teuren Agenturen mehr, die häufig noch hohe Preise für Dienstleistungen verlangen, die sich schon längst woanders in ähnlicher Qualität viel preisgünstiger einkaufen lassen. Das ist noch „Alte Denke“.

Wozu braucht man eigentlich einen Verlag? Diese Frage stellte sich auch der Journalist und Unternehmer Markus Albers. Bereits im Jahr 2008 hatte er ein Buch über das neue Arbeiten mit dem Titel „Morgen komm ich später rein: Für mehr Freiheit in der Festanstellung“ im Campus Verlag veröffentlicht, doch bereits ein Jahr später veröffentlichte er als Schreibprofi sein nächstes Buch mit dem Titel „Meconomy“ im Selfpublishing-Format.

In einem Video-Interview mit mir begründete er das so: „Es war damals die Zeit so zwischen 2009 und 2010, da gab es noch noch kein Kindle, da waren E-Books noch kein Thema, und wenn darüber gesprochen wurde, wurde eher die Nase gerümpft. Das macht doch keiner. Und ich fand das aber spannend. So wie ich immer gerne als Journalist die Dinge, über die ich schreibe, auch praktisch ausprobiere. So war das damals für mich eine interessante neue Welt, die auch ganz viel mit dem Thema des Buches Meconomy zu tun hat.“

In dem Buch von Albers geht es insbesondere darum, sein Berufsleben selbst in die Hand zu nehmen und dabei stark auf die digitalen technologischen Möglichkeiten zu setzen, für die man früher noch größere Institutionen brauchte, etwa Verlage. „Am Beispiel des Buches habe ich mich gefragt“, so Albers, „brauche ich überhaupt noch einen Verlag? Und wofür genau brauche ich eigentlich einen Verlag?“

Zerlegt man das traditionelle Verlagsmodell in verschiedene Komponenten, so ergeben sich folgende Schwerpunkte:

  • Ein ansprechender Titel mit einem möglichst informativen und verkaufsfördernden Klappentext
  • Ein professionell gestaltetes Cover, das zumeist von einem Designer realisiert wird
  • Ein professionelles Lektorat: Dazu gehören unter anderem die rechtschreibliche, stilistische und inhaltliche Verbesserung von Texten
  • Die technische Umwandlung einer Buchvorlage in Formate wie E-Book, Paperback und die gebundene Ausgabe
  • Der Vertrieb: die Auslieferung des Buches an einzelne Buchhändler und Online-Händler wie Amazon
  • Das Marketing und die Pressearbeit: Platzierung in der Lokal- und Fachpresse und vermehrt auch Empfehlungs- und Social Media-Marketing
  • Lesungen und Vorträge

Brauchte man früher für all diese Komponenten noch ein größeres Unternehmen als Partner, so ist es bereits seit einigen Jahren möglich, all diese Aufgaben selber zu organisieren bzw. Spezialisten und Dienstleister damit zu beauftragen, die das übernehmen.

In diesem Prozesstagebuch werden wir Sie in regelmäßigen Abständen genauer darüber informieren, wie Sie ein eigenes Wissensprodukt selber entwickeln und umsetzen können, und worauf Sie im Vertrieb und im Marketing achten sollten, damit Ihr Produkt auch wirklich erfolgreich ist! Dabei kann ein Wissensprodukt wie etwa ein Sachbuch Ihren Status als Experte auf einem bestimmten Gebiet weiter ausbauen und den Grundstein für ein eigenes Programm ebnen, mit dem Sie gutes Geld verdienen und wesentlich mehr (finanzielle) Unabhängigkeit erreichen können. Davon bin ich mittlerweile überzeugt, auch wenn ich zunächst eher skeptisch war!

Marcus Klug schreibt über seine Erfahrungen: 13. April 2017

Gastbeitrag: Expertenprogramm für Selfpublisher

Seit einer Woche habe ich mit einer zweimonatigen Challenge begonnen. Es geht insbesondere darum, jeden Tag eine Aufgabe anzugehen, deren Umsetzung einem normalerweise eher schwer fällt und die durchaus auch unangenehm sein kann. Da ich gerade seit Wochen damit beschäftigt bin, einzelne Blogger und Journalisten von unserem Sachbuch „Morgen weiß ich mehr“ zu überzeugen und den Verkauf weiter anzutreiben, gibt es dabei auch Dinge, die ich eigentlich nicht sonderlich gerne mache, die jedoch besonders wichtig für den Verkauf sind.

Wirklich erfolgreiche Menschen sind hartnäckig und glauben an sich. Im Kontakt mit Journalisten bedeutet das beispielsweise, dass man eine Mail rausschickt, telefoniert und immer wieder nachhakt, bis sich der gewünschte Erfolg auch wirklich einstellt. Das ist definitiv keine leichte Übung!

So habe ich mir bereits vor Wochen einen Plan für Gastbeiträge zurechtgelegt, bis die ersten größeren Widerstände folgten. Alles fing wunderbar einfach an, wenn auch mit nicht gerade wenig Arbeit verbunden. So schrieb ich beispielsweise einen recht umfangreichen Gastbeitrag für „Die Self-Publisher-Bibel“ von Matthias Matting mit dem Titel „Expertenprogramm für Selfpublisher: Ein Sachbuch als Basis“, gefolgt von einem weiteren Beitrag für die Schreibwerkstatt  von Huberta Weigl mit dem Titel „Vom Fachautor zum Authorpreneur: Warum sich Selfpublishing lohnt“.

Der erste Rückschlag kam mit dem Vorhaben, einen Gastbeitrag auf Karrierebibel zu platzieren. Zwar kam ich sehr schnell ins Gespräch mit dem Gründer und Herausgeber Jochen Mai, jedoch erteilte er mir nach einer kürzeren Diskussion per Mail dann doch eine Absage. In dem Artikel sollte es um neue Chancen für Angestellte gehen, sich neben der Arbeit auf systematische Weise ein eigenes Business mit Wissensprodukten als Experte aufzubauen. Dabei wollte ich in diesem Beitrag aufzeigen, welche Modelle dabei prinzipiell vorstellbar sind, etwa das „Modell Programmexperte“ oder das „Modell Membershipexperte“.

In dem einen Fall also eine Person, die ihr Wissen zu einem bestimmten Thema in der Form von verschiedenen Produkten wie E-Books, Checklisten und Online-Trainings weitergibt. In dem anderen Fall eine Person, die mit einer Plattform eine Community aufbaut.

Für Mai kam diese Idee allerdings drei Jahre zu spät, so die Begründung für die Ablehnung. Diese Ablehnung hat mich allerdings nur noch weiter motiviert. Und so bestand beispielsweise heute am Donnerstag, den 13. April 2017, kurz vor Ostern meine Tagesaufgabe darin, eine Liste mit Bloggern und Journalisten abzutelefonieren, die sich bis dato nicht mehr bei mir gemeldet hatten. So erfuhr ich beispielsweise am Telefon von einer Fachjournalistin, dass bereits ein zweiseitiger Beitrag zu unserem Buch in einer der Zeitschriften geplant sei, für die sie schreibt.

Das hat mich natürlich kurz vor Ostern sehr gefreut und darin bestärkt, kontinuierlich am Ball zu bleiben und weitere Aktionen und Experimente durchzuführen, die mit dem Buchmarketing zusammenhängen. Mittlerweile haben wir 120 Exemplare unseres Sachbuchs verkauft. Wirklich zufrieden bin ich, wenn es 400 bis 500 Exemplare sind und in der zweiten aktualisierten Auflage im nächsten Jahr noch deutlich mehr.

Diese Art von Marketing ist eher mit einem Langstreckenlauf zu vergleichen; die Wirkung entfaltet sich nämlich erst nach einer gewissen Zeit. Dafür braucht man auch Geduld. Und vor allem sollte man sich für jede Woche weitere Marketing-Aufgaben vornehmen.

Eine kontinuierliche Praxis. Und eine Praxis, in der man auch häufiger über seinen eigenen Schatten springen sollte, was den Verkauf und möglicherweise vorerst unangenehm erscheinende Telefonate anbelangt.

Marcus Klug

Marcus Klug, geboren 1977, ist Redner, Blogger und Autor. Neben seiner Tätigkeit als Blogger und Formatentwickler für das Dialog- und Transferzentrum Demenz (DZD) an der Universität Witten/Herdecke hat er bereits vor über zwei Jahren damit begonnen, zusammen mit Michael Lindner das Sachbuch „Morgen weiß ich mehr. Intelligenter lernen und arbeiten nach der digitalen Revolution“ zu schreiben, welches im März 2017 zum Buch des Monats erkoren wurde. Das Sachbuch bildet die Basis zu einem eigenen Expertenprogramm als Speaker: „Wissensabenteuer für die digitale Zukunft“. Mehr Infos unter: www.marcusklug.de.

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