Abenteuer Digitale Zukunft 08: Über die neue Rolle der Gestaltung in einer veränderten Welt

Es hat sich bereits herumgesprochen: Im Übergang zum digitalen Zeitalter ist Kreativität gefragter denn je. Aber wie sehen eigentlich Designer die neue Rolle der Gestaltung in einer veränderten Welt? Kann wirklich jeder Mensch zum Designer werden? Und wie verändert sich die Rolle der Gestaltung, wenn das Design neuerdings in eher untypische Gefilde vorrückt, wenn es längst nicht mehr nur um „schön gestaltete Produkte“ geht, sondern um soziales Design, neue Bildungswelten und veränderte Organisationsmodelle.

Der Designer Florian Pfeffer hat ein empfehlenswertes Buch geschrieben. Es trägt den Titel „To Do: Die neue Rolle der Gestaltung in einer veränderten Welt“. Gestalter, so seine These, fordern heute bestehende Strukturen heraus, sie suchen neue Antworten und überschreiten die Grenzen der Disziplin.

Es geht nicht mehr nur darum, „schön gestaltete Produkte“ zu designen, sondern auch ganz andere Bereiche als Gestaltungsherausforderungen wahrzunehmen. Im Zuge der Digitalisierung verändern sich beispielsweise die Geschäftsmodelle von Organisationen. Auch das Management hinkt vielfach hinterher. Mit der Methode des Design Thinking werden etwa Lösungsansätze für die Neuausrichtung solcher Bereiche gesucht, die eigentlich auf dem ersten Blick nichts mit Design zu tun haben.

Daraus lassen sich verschiedene Fragen ableiten: Findet so eine neue Annäherung zwischen Disziplinen statt, die so früher eher nicht gewährleistet war: Der Manager, der plötzlich wie ein Designer denkt und der Designer, der neue Betätigungsfelder für sich entdeckt? Und können auch Nicht-Gestalter zu Designern werden, wenn Gestaltung immer mehr wie ein Baukastensystem funktioniert? Etwa wie bei der Software Canva ‒ „Design für Jedermann“ ‒ so deren Slogan.

Welche Strategien und Werkzeuge helfen uns also im Übergang zum digitalen Zeitalter weiter, wenn von Gestaltung die Rede ist? Das ist die Frage in der siebten Ausgabe von „Abenteuer Digitale Zukunft“.

Dazu passen auch die beiden „Medientipps zum Wandel“ in dieser Folge: Was bedeutet es eigentlich, wie ein Gestalter zu denken? Die beiden Bücher „Die Kreativmaschine“ von Thomas und Martin Poschauko und „Garantiert Zeichnen lernen“ von Betty Edwards.

Diese neue Serie wird unter der Creative Commons-Lizenz 4.0 veröffentlicht: Nicht-kommerziell ‒ Weitergabe unter gleichen Bedingungen. Einzelne Sounds und Geräusche stammen von dem Designer Jochen Kronenberg.

Ich brauche natürlich nicht zu sagen, dass ich mich über eine gute Bewertung bei iTunes freue. 

Shownotes:

Die Sendung auf iTunes und Stitcher:

Marcus Klug

Marcus Klug ist als Speaker und Future Work Coach unterwegs. ​Er unterstützt Menschen und Organisationen, im Übergang zum digitalen Zeitalter auf intelligentere Weise zu lernen und zu arbeiten. Dazu hat er auch zusammen mit Michael Lindner das Sachbuch „Morgen weiß ich mehr. Intelligenter lernen und arbeiten nach der digitalen Revolution“ geschrieben, welches im März 2017 zum Buch des Monats erkoren wurde. Mehr Infos unter: www.marcusklug.de.

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